Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf
Broschüre: Wohnumfeldgestaltung in Hellersdorf
 
Titelseite:
 
Zurück zur Natur
Die neuen grünen Seiten von Hellersdorf
 
Eine Dokumentation zur Fertigstellung der Spiel- und Wohnlandschaften der Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf
 
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Inhaltsverzeichnis
 
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Zuhause sein in Hellersdorf
 
Das ist Hellersdorf heute: Wohnbezirke mit hellen, freundlichen Wohnungen, grünen Innenhöfen, Spiel- und Ruhezonen, kulturvoll gestalteten Außenanlagen, Kunstobjekten und vielem mehr. Hellersdorf präsentiert sich als ein kleines, grünes Schmuckkästchen, als ein Zuhause für alle, die hier wohnen und leben.
 
Innerhalb kürzester Frist ist eine solide Grundlage für die zukunftsorientierte Entwicklung von Hellersdorf entstanden. Es sind Zeichen gesetzt worden, die Hellersdorf zum begehrten Stadtbezirk mit hoher Wohn- und Lebensqualität – heute und morgen – machen.
 
Allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, ist ein besonderer Dank auszusprechen. Vor allem gilt dieser Dank auch den Bewohnern und Mietern von Hellersdorf, die in den vielen Mieterversammlungen unzählige Ideen und Anregungen für die Gestaltung von Hellersdorf eingebracht haben. Oder aber sich aktiv und direkt daran beteiligt haben. Ein solch großes Engagement ist auch zukünftig zu wünschen. Wo alle mitwirken und mitmachen, lassen sich Veränderungen positiver gestalten, weil sie auch von allen getragen werden.
 
Wer aufmerksam durch Hellersdorf geht, merkt förmlich, wie mit der Umgestaltung von Hellersdorf auch das Leben mehr und mehr pulsiert, farbiger und facettenreicher wird. Man feiert Feste, bummelt in den Einkaufspassagen, geht ins Restaurant, hält mit den Nachbarn ein Schwätzchen und fühlt sich ganz einfach pudelwohl. Man ist eben in Hellersdorf zuhause.
 
Vielleicht ist dieses „Zuhause sein“ gerade eben das kleine Erfolgsgeheimnis, was Hellersdorf und seine Menschen auszeichnet. Heute und in Zukunft.
 
Wir arbeiten daran!
 
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Grußwort des regierenden Bürgermeisters
 
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Grußwort des Berliner Bausenators
 
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Ein Kompliment unseren Mietern
Grußwort der Geschäftsleitung Hellersdorf
 
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Viele kluge Köpfe und fleissige Hände
Hellersdorf hat viele grüne Seiten
 
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Action in Hellersdorf
In Hellersdorf hält man zusammen. So oder so!
 
Hellersdorf: Das sind rund 105.000 Einwohner, davon mehr als ein Drittel Kinder und Jugendliche, in rund 42.000 Wohnungen. Eine eigene kleine Stadt, die lebt und pulsiert. In der Mitmachen und Mitwirken, Nachbarschaft und Partnerschaft groß geschrieben wird. Im Kleinen und im Großen. Einige Beispiele dafür wollen wir nachfolgend aufzeigen.
 
Der Mieter im Mittelpunkt
Mieter und WoGeHe: Zwei Partner, die aufeinanderzugehen und sich ergänzen. Kein anonymes Verhältnis, sondern Zusammenarbeit im Interesse aller.
 
Die Mieterbeiräte.
Hier haben alle Mieter ein Recht, ihre speziellen Anliegen und Interessen zu vertreten. Das Miteinanderreden und Füreinanderdasein spielt bei den Mieterbeiräten eine ganz wichtige Rolle. Die Jugend, die Senioren, die Behinderten, die Frauen und andere Gruppen haben in der Vergangenheit ihr Mitspracherecht engagiert wahrtgenommen. Viele sinnvolle Projekte sind daraus entstanden. Das soll auch in Zukunft so sein.
 
Das Mieterjournal.
Eine Zeitung nur für Hellersdorf, das war neu. Umso erfreulicher, das daß Mieterjournal reges Interesse entgegengebracht wurde. Schließlich gab’s darin jede Menge an Informationen zu den Maßnahmen der WoGeHe, aber auch eine Vielzahl an allgemeinen Tips zu lesen.
 
Die Kundendienstbüros.
Der Mieter der WoGeHe ist Kunde. Und deshalb hat er auch ein Recht auf einen vielseitigen Service mit kurzen Wegen und schnellen Lösungen. Die Kundendienstbüros der WoGeHe sind dafür der ideale Anlaufpunkt für alle Mieter. In direkter Nähe und mit fachkundiger Hilfe.
 
Die Infobroschüren.
Die Information der Mieter hat bei der WoGeHe einen hohen Stellenwert. Über das, was sich verändert, was neu ist, hat die WoGeHe für alle Mieter Informationsbroschüren erstellt. Angefangen von der Privatisierung der WoGeHe bis hin zu Tips, wie man Energie durch richtiges Heizen und Lüften spart.
 
Die Mieterfeste.
Feste feiern: Auch das können die Hellersdorfer. Und sich dabei ganz schön näherkommen. Beispielsweise beim Ernte- oder Weinfest, beim Storchen- oder Innehoffest. Und bei vielen anderen Veranstaltungen mehr. Spiel, Spaß, Tanzen, Trinken, Freude, Lebenslust: All das gab’s bei den Mieterfesten. Grund genug also, neue Mieterfeste zu planen. Denn immerhin: Wo kann man schon so locker über all das plaudern, was Hellersdorf betrifft. Auch über die Liebe. Aber das ist ein anderes Thema.
 
Modern leben und wohnen
Die Zeiten ändern sich. Und damit auch die Ansprüche an das Wohnen und das Wohnumfeld. Mieter haben einen Anspruch auf Leistung. Die WoGeHe hat in den letzten Jahren darin viel investiert. Alle Wohnungen wurden zum Beispiel mit einem Kabelanschluß ausgerüstet. Die heutige Programmvielfalt im Bereich Funk und Fernsehen ist damit unmittelbar zugänglich.
 
Hauseingänge und Treppenhäuser sind die Visitenkarte eines Hauses. Deshalb sind viele Hauseingänge neu gestaltet oder modernisiert und die Treppenhäuser renoviert worden.
 
Wo immer möglich sind im Zuge der Wohnumfeldmaßnahmen Mietergärten angelegt worden. Hier können sich die Bewohner selbst ein kleines Paradies im Grünen gestalten. Nach ihrer Phantasie und Lebensart.
 
Schöner wohnen und leben in Hellersdorf: Dazu gehört auch die Kunst. Viele – teilweise eindrucksvolle – Kunstwerke sind bis heute in Hellersdorf entstanden. Zum Nachdenken, zum Anschauen oder zum Mitmachen, wie beispielsweise manche Grafittibilder. Und so mag man denn sicherlich über Kunstgeschmack streiten: Fest steht, daß die Kunst in Hellersdorf ihren festenPlatz gefunden hat.
 
Graue Betonmauern oder öde Hauswände sollten ebenfalls aus dem bisherigen Bild von Hellersdorf verschwinden. Heute ranken stattdessen an den Mauern grüne Kletterpflanzen hoch. Oder aber man entdeckt phantasievolle Bilder an den Wänden. Die Welt ist bunt, die Welt ist natürlich. Das sollte auch in Hellersdorf sein.
 
Wo mehr als ein Drittel der Bewohner Kinder und Jugendliche sind, dürfen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Jede Menge an Spiel- und Bolzplätzen sind entstanden. Phantasievolle Spielecken für die Kleinen und die Großen, für das sinnvolle Spiel und Austoben in direkter Nähe der jeweiligen Quartiere.
 
Wohnen mit Perspektiven
Engagiert und mit Initiative voran in die Zukunft. Mitdenken und vorausdenken. Auch das gehört zur Aufgabe der WoGeHe. Mit vielfältigen Maßnahmen soll zukünftig der Wohnstandort Hellersdorf noch attraktiver werden. Die WoGeHe hat deshalb dazu auch eigene Projekte in Angriff genommen. Zum Beispiel als Bauherr moderner Doppel- und Mehrfamilienhäuser mit dem Charakter von Stadtvillen. Denn die Nachfrage nach größeren Wohnungen mit moderner Ausstattung nimmt ständig zu. Die Hellersdorfer sollen davon als Erste profitieren. Beispielsweise bei den Projekten an der Wernerstraße oder dem Branitzer Platz. Oder durch den neu gewonnen Wohnraum durch die Dachaufstockung an der Gülzower Straße. Im Suhler Baufeld hat die WoGeHe zudem Sanierungen nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten durchgeführt. Es tut sich also viel in Hellersdorf. Die WoGeHe arbeitet an der Zukunft.
 
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Wasserspiele, Kunst und mehr
Cecilienplatz
 
Brunnen gibt es viele, kleine und große, runde und eckige, mit Figuren und Wasserspeiern oder beispielsweise mit gewaltigen Fontänen. Den Brunnen aber, wie ihn die Hellersdorfer auf dem „Cecilienplatz“ hinter dem U-Bahnhof Kaulsdorf Nord haben, den gibt es in seiner Art nirgendwo anders.
 
Der Brunnen ist schon schon ein ungewöhnliches und einmaliges Stück, auf das die Hellersdorfer stolz sein können. Unübersehbar und dominierend, ein wenig verspielt und nicht zuletzt ein wirklich außergewöhnliches Bildhauer-Meisterwerk.
 
Zwei gewaltige Granitsäulen, beide rund 6 Meter hoch und circa 22 bzw. 17 Tonnen schwer, erheben sich über dem Gelände. Gebrochen wurden sie in Europas größtem Steinkesselbruch in Schlesien. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, daß sich beide Säulen optisch erheblich unterscheiden.
 
Kai-Uwe Dräger, freischaffender Bildhauer und Schöpfer dieser Brunnenanlage sagt dazu, daß diese beiden Säulen die verschiedenen Kräfte erlebbar machen sollen, die in dieser städtebaulichen Situation wirken.
 
Neben dem „Granittor“ gehören dazu eine sogenannte Wasserachse und ein Quaderblock aus Kalkstein. Vier wassersprühende Türme im Zentrum des Platzes, verbunden durch eine Stahlbrücke, die einen „Wasservorhang“ herablassen, komplettieren das Ensemble.
 
Einzigartig auch die Gestaltung des „Cecilienplatzes“ selbst, die nach den Plänen der Landschaftsarchitektin Barbara Hanke erfolgte. Sie gliederte die 12.000 Quadratmeter große Freifläche optisch in drei Bereiche auf: Vorplatz, Hauptplatz und seitliche „Bewegungsräume“.
 
Der Vorplatz grenzt an die künftige Kulturpassage, von wo aus die Passanten über eine großzügige Freitreppe entweder zu den Geschäften oder zum Zentrum der Wohnlandschaft gelangen können. Der Weg dorthin wird dabei von grünen Hecken, sogenannten Vegetationsflächen und gepflasterten Böschungen gesäumt. Hinzu kommen Unterpflanzungen, ein begehbares, flaches Plateau aus unregelmßig geschichteten Kalksandsteinquadern, Bänke, Mauern mit Sitzauflagen, Lampen, eine Litfaßsäule und einiges mehr.
 
Der Platz wird leicht auf kurzen Wegen zu überqueren sein. Von der Apotheke bis hin zum Schuhsalon ist es zum Beispiel nur ein kleines Stück Fußweg.
 
Wer nicht hasten oder schnell einkaufen muß, der sollte schon einmal in Ruhe dem Rat des Bildhauers folgen und den Platz durch die beiden Granitsäulen hindurch betreten. Es braucht dabei gar allzuviel Phantasie, um den Eindruck zu gewinnen, durch eine sich weit öffende, große Pforte zu gehen, die urplötzlich den Blick auf eine reizvolle Wohnlandschaft freigibt. Eine Landschaft, die einlädt zum flanieren und genießen. Einfach ein Stück Hellersdorfer Lebensart.
 
Seiten 12 – 13:
 
Mit allen Sinnen die Natur geniessen
Spiel- und Erholungspark Zossener Straße
 
Hier duftet es nach Lavendel und Jasmin, hier gibt’s einen „Summ-Stein“ und eine Phantasiemauer. Hier können alle Sinne entfaltet und geschärft werden. Man kann verschiedene Materialien und Strukturen ertasten, sich Früchte von Obstbäumen schmecken lassen und vieles mehr. Der Spiel- und Erholungspark an der Zossener Straße ist damit schon ein ganz besonderer Ort.
 
Im Vergleich zu anderen Wohn- und Spiellandschaften ist der Spiel- und Erholungspark keinen wohnnahe Außenanlage, sondern ein sehr eigenständiger Bereich für sich. Diese „Abseitslage“ ist durchaus gewollt. Es sollte ein Bereich werden für Kinder und Jugendliche. Ein Bereich, wo man spielen und sich austoben kann, ohne das gleich etwas die Erwachsenen stört oder jemand mit dem erhobenen Zeigefinger droht. Genießen können das ab jetzt zum Beispiel die über 1.000 Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, sowie darüber, die im Einzugsbereich wohnen.
 
Die naturnahe Anbindung an das Wuhetal prägt das Gelände. Überall dominiert viel Grün. Gepflanzt wurden eine stattliche Anzahl an Bäumen sowie viele Straucharten, wie Lavendel-, Jasmin- und Thymian-Stauden, Fliedergehölze und Rosen. Zur Zeit der Blüte entfaltet sich hier alle Düfte zum Genießen. Frisches Obst wird’s später von den zahlreichen Apfel-, Birn- und Pflaumenbäumen geben.
 
Das Spiel- und Sportangebot ist reichhaltig. Neben großen Rasenflächen für freies Spiel, Sport und Sonnenbaden, gibt es Ein Rollschuhfeld, eine Streetballanlage, Tischtennisplatten, Balancierscheiben, Klettergerüste, Treffs mit Pavillions und vieles mehr.
 
Auch für Kinder gibt’s jede Menge an Spielmöglichkeiten. Zum Beispiel einen Wasserspielhügel, eine Spielschlange, Hüpfspiele, eine Phantasiemauer, Spielsand, Streif- und Versteckmöglichkeiten und nicht zuletzt einen „Summ-Stein“.
 
Natürlich ist auch an die Erwachsenen gedacht worden. Man kann hier spazieren gehen, sich auf einem der zahlreichen Sitzplätze ausruhen, sich an Kunstobjekten erfreuen oder den Schachtisch zum Schachspiel nutzen.
 
Für jeden ist also etwas hier im Spiel- und Erholungspark an der Zossener Straße dabei. Ein kleines Paradies für alle Hellersdorfer.
 
Seiten 14-15:
 
Grüner Wohnpark für Alt und Jung
Zwischen Grottkauer- und Kästner-Straße
 
Frühling 1995. Wo früher nur Häuser, Gehwege, Straßen, Modder und Beton das Bild prägten, blühen erstmals die ersten Sträucher und Blumen. 300 Bäume, viele Quadratmeter Unterpflanzungen, Hecken und Stauden bieten den Bewohnern zwischen Grottkauer-, Erich-Kästner-, Peter-Edel- und Maxi-Wander-Straße eine ganz neue Wohn- und Lebensqualität.
 
Vorgärten und begrünte hausnahe Straßenräume, ein „Jugendplatz“ mit vielen Spielideen und ein parkähnlicher Innenhof mit den nötigen „Ruhekissen“ für die älteren Semester sind als neues Wohnumfeld für die etwa 7.000 Mieter in diesem Bereich entstanden. Gestaltet wurde dies alles nach den Plänen des renomierten Landschaftsarchitekten Hans Möller.
 
Ein „Wohnpark“, umrandet von einer Klinkerböschung und Hecken, bepflanzt mit Stauden, Rosen, Magnolien, Schmetterlingssträuchern, mit Flieder, Felsenbirne, Strauch-Hortensie und verschiedenen Kletterpflanzen, steht im Mittelpunkt der Eltern-Generation und der Senioren. Unter den Bäumen und zwischen den Blumenbeeten und Brunnen gibt es dutzende von Sitzmöglichkeiten. Große, zumeist kastenförmig zugeschnittene Platanen, spenden im Sommer Schatten. Auch die angrenzende Wohnstraße erhält einen Klinkerbelag, so daß Autofahrer unschwer erkennen können, dass hier Fußgänger Vorrang haben.
 
Für die Jugendlichen wurde ein „Jugendplatz“ angelegt. Auf einem abgesenkten Spielfeld mit angrenzenden Traversen davor kann man dem Ball nachjagen. An der Maxi-Wander-Straße ist Basketball die Paradedisziplin. Wellenartig ausgelegte Schikanen bieten nicht zuletzt den Skateboard-Fans ein rasantes Fahrrevier.
 
Kinder und Jugendliche können bei der Gestaltung des Platzes sogar selbst ein wenig Hand anlegen. Mehrere Quadratmeter Mauerwerk sind nach dem WIllen des Landschaftsarchitekten „nackt“ geblieben. Hier haben die jungen Leute die Möglichkeit, die „Blöße“ mit grellbuntem Graffiti zu bedecken. Und natürlich findet man auch auf dem „Jugendplatz“ jede Menge Grün.
 
Begrünt wurden übrigens auch die meisten Müllstandorte in diesem Bereich. Ebenso wie die neugeordneten PKW-Stellplätze, wo große Bäume und Baumgrupen zu finden sind. Ganz neu nicht zuletzt ein Service für alle Pedalritter: An den Hauseingangsbereichen hat die WoGeHe rund 50 Fahrradständer installieren lassen.
 
Seiten 16-17:
 
Spiel mit den Elementen der Natur
Hellersdorfer Stadtplatz
 
Die vier Wände, den Supermarkt, die Gaststätte, ein kleines Theater: Das war’s denn auch früher im Bereich zwischen Louis-Lewin-Straße und Schkeuditzer Straße. Heute findet man dagegen hier einen der möglicherweise interessantesten Plätze von Hellersdorf, den Hellersdorfer Stadtplatz.
 
Idee und Planung stammen von den Gartenbauarchitekten Silvia Glaßer und Udo Dagenbach. Sie nutzten für ihr Konzept die direkte Nachbarschaft zur Hönower Weiherkette. Die Naturnähe wurde durch viel Grün und andere natürliche Materialien in das Quartier übertragen.
 
Die Grundidee zur Gestaltung des Platzes besteht darin, die „Sichtachse“ zwischen Quedlinburger Straße und Schkeuditzer Straße ganz bewußt aufzunehmen und durch eine stehende Skulptur aus zwei Granitblöcken zusätzlich zu markieren. Die Granitblöcke werden nachts beleuchtet. So entsteht der optische Eindruck eines „Lichttores“, das schon von weitem sichtbar ist.
 
Zu diesem Ensemble gehört im Zentrum eine leichte Erhebung, eine „grüne Mitte“, die von locker gruppierten Bäumen und vielen hundert Blumen geprägt ist.
 
Ein weiteres Gestaltungselement ist ein künstlerisches Steinobjekt, das „Naturkräfte“ versinnbildlichen soll. Zwei Granitquader liegen dabei um etwa 40 cm versetzt in einem Kiesbett, das mit Pappeln umpflanzt wurde. Diese Pappeln – so jedenfalls prohezeien es die beiden Gartenbauarchitekten – sollen im Laufe von Jahrzehnten durch ihr Wachstum die beiden Blöcke auf eine gleiche Höhe schieben. Die Philosophie dabei: In einer Zeit, in der Hektik und Dynamik dominieren, soll ein Gefühl von Geduld und Ausdauer vermittelt werden. Sozusagen ein Respekt vor den oft langsam, jedoch stetig wirkenden Kräften der Natur.
 
Insgesamt sind im Bereich des Hellersdorfer Stadtplatzes 42 Bäume geplanzt worden. Dazu gehören Pflaumendorn, Linden, Platanen, Pyramidenpappeln, Weiden und Eichen. Auffallend in diesem Zusammenhang die quadratisch geschnittenen Pflaumendornbäume. Sie sollen wie ein natürliches Dach vor Regen und Sonne schützen. Dazu findet man jede Menge an verschiedenen Gehölzen. Mauern, Treppenbereiche oder Einfassungen bestehen aus natürlichen Materialien, wie Klinker und gelblichem Granit. Dies trifft auch auf den Vorplatz am Theater und die Übergänge zum Straßenraum zu.
 
Seiten 18-19:
 
Die Idee mit der „Murmelbahn“
Torgauer Straße
 
Es sollte etwas ganz Besonderes werden und sich von den anderen Hellersdorfer Spiel- und Wohnlandschaften eindeutig unterscheiden. Und das ist in der Tat mit der Idee der „Murmelbahn“ auch gelungen. Sanft durchzieht den 5000 Quadratmeter großen Innenhof zwischen Torgauer und Gohliser Straße ein grünes Band in Form einer Murmelbahn.
 
Natürlich ist die „Murmelbahn“ nur ein Synonym für den spielerischen Charakter des Platzes. Ebenso wie die schattigen Plätze unter Bäumen, deren dichte, kugelrunde Kronen wie Murmeln wirken sollen. Dazu gibt’s Sitzbereiche für die Mütter oder Väter, die ihren Sprößlingen beim Spielen zuschauen wollen. Das passiert dann zum Beispiel in einem Buddelkasten, auf einer Hängebrücke oder der Rutsche, auf der Schaukel oder an den Hangelgeräten.
 
Große Rasenflächen gehören ebenso zum Umfeld der „Murmelbahn“ wie Kleinkinderbereiche mit Spielhütte und Federwippe. Wer nur mal eine gemütliche Runde drehen möchte, kann dies ebenfalls in Ruhe tun.
 
Alle Wege sind dabei übrigens so angelegt, daß sie zugleich wichtige Verbindungen in benachbarte Höfe herstellen. Verschiedene Pflasterstrukturen und -farben markieren eine Nord-Süd-, bzw. Ost-West-Achse.
 
Zum Konzept des Innenhofes gehören auch elf Mietergärten, die mit Zäunen und Hecken vom übrigen „Geschehen“ abgegrenzt sind. Was dort geschieht und gepflanzt wird, ist den zukünftigen Nutzern selbst überlassen.
 
Die dominierende Farbe dieser Ruhe- und Spielzone ist natürlich grün. Über 30 Bäume sind gepflanzt worden, darunter viele mit sogenannten kastenförmigen Kronen. Standortgerechte Gehölze, wie Haselnuß, Kornelkirsche oder Schneeball ergänzen das grüne Umfeld.
 
Seiten 20-21:
 
Einfach abtauchen und auftanken
Ludwigsfelder Wohnlandschaft
 
Die Aufgabe war schwierig für die Landschaftsplaner: Die Gestaltung des Hochhaus-Karres zwischen Ludwigsfelder-, Alter Hellersdorfer Straße und Landsberger Chaussee. Denn Hochhaus-Karres bieten großflächige Verschattungen und nur wenige sonnige Plätze. Gelungen ist er trotzdem, dieser gewagte Spagat zwischen der Forderung nach viel Grün und vielen Bäumen sowie nach Licht und Wärme.
 
Was sich heute dort präsentiert ist eine Mischung aus Spiel und Spaß, aus Ruhe und Gelassenheit, aus künstlerisch gestalteter Gartenlandschaft. Landschaftsplaner Ralph Haase vom Büro für Freiraumgestaltung Schirmer & Kernbach hat für die 10.000 Quadratmeter einen Grundriß entworfen, der – aus luftiger Höhe betrachtet – mit vielen geometrischen Figuren gezeichnet ist. Die doch recht starre Architektur der Hochhäuser wird aufgeweicht durch eine künstlerisch gestaltete Linienführung, die schon alleine durch die Wegführung in Form von Pfeil und Bogen erzeugt wird.
 
Für jede Altersstufe – die Kleinen und die Großen – der im Einzugsbereich rund 1.500 lebenden Menschen, sind entsprechende Bewegungs- und Freizeiträume geschaffen worden. Etwa ein Viertel der 10.000 Quadratmeter großen Fläche sind ein Tummelplatz für Kinder und Jugendliche. Für die älteren Jahrgänge steht ein ähnlich großer Flächenanteil zur Verfügung.
 
Tischtennis oder Streetball, Buddelkasten oder Spannbrücke, Klettergerüst oder „Räuber und Gendarm“, natürlich jede Menge Bäume und Baumhaine prägen die Wohnlandschaft. Dazu gibt’s jede Menge Nischen zum „Abtauchen“ und „Auftanken“ für jung und alt.
 
An Baumarten finden sich hier Birken, Eichen, Ahorn und Amber-Bäume, deren Blätter sich durch eine besonders kräftige Herbstfärbung auszeichnen. Verschiedene „Naturfarben“ kennzeichnen die beiden Eingangsbereiche: Hier die rotblühende Walgenien-Hecke, dort die Forsythien-Hecke in prallem Gelb. Für die Erkennbarkeit der einzelnen Hofbereiche sorgen nicht zuletzt verschiedene Pflasterarten in hellem Granit oder dunklem Basalt.
 
Seiten 22-23:
 
Grüne Wohnwand mit Graffiti-Elementen
Kyritzer Straße
 
Im Vergleich zu den großen anderen Wohn- und Spiellandschaften in Hellersdorf mutet das Projekt an der Kyritzer Straße nahezu klein an. Denn das Areal umfaßt nur gut 150 Meter Länger und circa 10 Meter Breite. Gleichwohl war die Gestaltung ein schwieriges Unterfangen. Auf kleinester Fläche sind nunmehr Spiel- Ruhe- und Erholungsräume entstanden. Eine gelungene Kombination aus Stadtnähe, Natur und Kunst auf engstem Raum.
 
Die Gestaltungsprobleme waren vielfältig. Auf der einen Seite ist für die Anwohner der Kyritzer Straße die grüne Lunge des Wuhetals quasi zum Greifen nahe. Auf der anderen Seite wurde bislang der Westblick getrübt von einer staubigen, unwirtlichen Schneise. Dann war da noch, daß das Wohnviertel eigentlich keine besonderen städtebaulichen Besonderheiten aufwies, an die sich anknüpfen ließe.
 
Landschaftsarchitektin Beate Baumann vom Büro Markplan hat dennoch eine gelungene und sehr interessante Lösung gefunden, die für alle Anwohner reizvoll ist. Sie richtete auf 150 Metern Länge sehr verschiedenartige Räume ein. Räume zum Erholen, zum Spielen, zur sportlichen Betätigung. Der Clou vom Ganzen ist dabei eine mehrfach durchbrochene, etwa 3 Meter hohe Mauer, die im Zickzack plaziert wurde. 125 Quadratmeter dieser Mauer sind für Graffitikünste der Kinder und Jugendlichen freigegeben. Die restlichen Teile der Wand sind mit viel Grün berankt.
 
Einige Teile der Mauer sind durchbrochen und bieten Durchblicke und Durchlässe, so daß immer die notwendige Transparenz zum Wuhetal einerseits und zum Wohngebiet anderseits gewahrt bleibt. „Stadt“ und „Natur“ können auf diese Weise gleichzeitig oder abwechselnd erfahren werden – je nachdem, wo man sich befindet. Eine vom Platz etwas abseits liegende Steinbank bietet einen weiten Blick ins Wuhetal.
 
Die grüne Wohnwand an der Kyritzer Straße ist ein Stück erlebbarer Kunst, etwas zum Ausruhen und Erholen, etwas zum Spielen oder kreativ selbst tätig werden.
 
Seiten 24-25:
 
Ein kleines Paradies für Senioren
Seniorenpark Carola-Neher-Straße
 
Ältere Menschen brauchen ein Areal für sich. Mit Ruhe, Sicherheit, viel Grün und vielen Sitzgelegenheiten. Kurzum einen Raum zum Erholen, für den kleinen Spaziergang, für den gemütlichen Treff mit anderen Senioren. Spielräume für Kinder und Jugendliche würden in einer solchen Wohnlandschaft sicherlich nur störend wirken. Grund genug, für die Bewohner der altersgerechten Wohnungen an der Carola-Neher-Straße einen kleinen, gemütlichen Seniorenpark zu gestalten.
 
Auf gut 1.650 Quadratmetern Fläche präsentiert sich heute ein kleines Paradies für die Senioren von Hellersdorf. Landschaftsarchitektin Martina Hellmuth gestaltete den Raum mit vielen Bäumen und Sträuchern, die möglichst eine vielgestaltige Blütenpracht entwickeln. Schmetterlinge, Vögel und anderes Kleingetier sollen hier einen idealen Lebensraum finden.
 
Die volle Pracht braucht allerdings auch Zeit zum Reifen. Viele Stauden brauchen mindestens zwei Jahre, um ihre Fülle ganz zu entfalten. Immergrüne Büsche dienen zur Überbrückung in der kalten Jahreszeit.
 
Der wichtigste Ort zum Ausruhen und Plaudern ist an der Südwest-Seite des Hauses gebaut. Er ist etwas tiefer gelegt. Eine berankte Pergola spendet im Sommer Schatten. Der ganze Bereich ist mit Sitzflächen ausgestatteten Mauern umfriedet. Auch Behinderte können diesen Ort übrigens mühelos erreichen. Eine Rampe sorgt für einen sanften Ausgleich zwischen den verschiedenen Ebenen.
 
Ein weiterer Platz zum Ausruhen wurde am hinteren Eingang angelegt. Entlang der Wege wird es dazu eine ganze Reihe von Bänken geben – alle mit bewachsenen Holzspalieren für die Rückseiten.
Die Wege auf dem relativ kleinen Areal hat die Planerin übrigens mit einem Trick „verlängert“. Die mit Pflasterklinkern versehenen Flächen sind im Zickzack angelegt. So ändert sich ständig der Blickwinkel. Man kann einfach rechts und links des Weges mehr Natur erleben.
 
Seiten 26-27:
 
Zwei Höfe auf einen Streich
Nossener Straße / Jenaer Straße
 
Für die Bewohner des Bereiches zwischen Nossener Straße und Jenaer Straße war der Schleipfuhl bislang wohl das einzige erlebenswerte Stück Natur in ihrer Nähe. Das hat sich entscheidend geändert. Beide Wohnhöfe haben sich inzwischen zu grünen Landschaften entwickelt, des natürlicher Mittelpunkt der Schleipfuhl sowie der etwas nördlicher gelegene Krepppfuhl bilden. Entstanden ist eine neue Oase für Sport und Spiel, für Ruhe und Erholung.
 
Das Areal des Wohn- und Spielhofes Nossener Straße ist in einen zentralen Aktionsraum und zwei ruhige Bereiche gegliedert. Sowohl für die Kleinkinder wie auch die Jugendlichen sind eine Vielzahl an Spiel- und Sportmöglichkeiten vorhanden. Vom Klettergerüst über Rutsche, Sechseck-Schaukel, Hängebrücke und Kletternetz bis hin zum Sandkasten ist alles zu finden, was Kinderherzen erfreut. Ältere Kinder können in einer gesonderten Ecke Treffer im Basketballnetz landen.
 
Zum Aktionsbereich gehört auch ein zentraler Platz, der die Hofmitte markiert. Dieses Rondell ist so gestaltet, dass es sich zukünftig zu einem Mittelpunkt für „gute Nachbarschaft“ entwickeln kann. Von hier aus hat man zugleich in Richtung Südost einen sehr schönen Ausblick auf den Pfuhl.
 
Im Hof selbst wird sich übrigens nach ergiebigen Niederschlägen ab und an auch ein kleiner Pfuhl bilden können. Das Drainagesystem ist so ausgelegt, dass sich das Wasser in einer mit Natursteinen ausgelegten Kuhle sammeln kann. Darüber „hangeln“ sich Zweige von Weidenbüschen.
 
In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der Wohnhof Jenaer Straße. Im nördlichen Teil des Wohnhofes findet man einen Spielbereich für Kleinkinder mit einer geschwungenen, von Findlingen gerahmten Sandfläche, mit Holzsteg, Kletterhäuschen und Rutsche. Eine zweite Spielecke bietet den größeren Kindern verschiedene Klettergeräte, andere Spielgeräte und eine große Rasenfläche für Ballspiele, für’s Rumtoben oder für Picknick und Sonnenbaden. Eine befestigte Fläche schließlich ist für die Fahrrad-, Skateboard- oder Rollerskate-Fans angelegt. Das Ganze ist mit viel Grün, vielen Sträuchern und Bäumen ausgestattet. Überall laden Bänke zum Verweilen ein.
 
Für die reiferen Jahrgänge ist ein mit Findlingen und dichter Strauchbepflanzung umfriedeter Bereich reserviert, wo man in Ruhe „die Seele baumeln“ lassen oder aber auch mit Nachbarn feiern kann.
 
Seiten 28-29:
 
Wohnen im Grünen
„Schweriner Hof“
 
Überall in Hellersdorf sind nach und nach phantasievolle Wohn- und Spiellandschaften entstanden. Auf diese Flächen – jede für sich mit eigenem Charakter – haben die Hellersdorfer lange gewartet. Und nahezu überall sind dabei ökologische Gesichtspunkte mit berücksichtigt worden. Ein Beispiel dafür ist auch der „Schweriner Hof“, bei dem Lösungen mit Modellcharakter verwirklicht wurden, die auch anderswo in Hellersdorf nutzbar sind.
 
Die Fläche zwischen Kyritzer-, Gothaer- und Fercher-Straße präsentiert sich heute mit großflächigen, standortgerechten Baumhainen, die Straßen und Hofräume voneinander trennen und das Areal in Räume gliedern. Die großen Baumkronen mindern Düseneffekte, filtern Staub aus der Luft und bieten natürliche, schattige Plätze für die Anwohner.
 
Die Nutzung der Fercher Straße wurde auf den Anliegerverkehr reduziert. Weniger Autos bedeuten auch weniger Lärm und Schadstoffemissionen. Das nahe Wuhetal wird man auf natürliche, umweltfreundliche Art und Weise über großzügig angelegte Fuß- und Radwege erreichen, die in Form von Grünzügen angelegt wurden.
 
Eine Besonderheit für die Großsiedlung muss ebenfalls erwähnt werden: Das Regewasser wird auf den Dächern gesammelt und in Zisternen gespeichert. Je nach Bedarf wird aus den Zisternen ein kleiner Teich in der Hofmitte gespeist. Der wiederum hat wesentlichen Einfluss auf die kleinklimatische Situation in diesem Bereich. Für viele Kleintiere und Vögel ein willkommener Anlass, sich dort in der Nähe anzusiedeln.
 
Viel Grün und wenig Lärm und Abgase sorgen also dafür, dass der „Schweriner Hof“ ein liebens- und lebenswerter Wohnbereich ist.
 
Seiten 30-31:
 
Ein Spielparadies für das Kirchendreieck
„Spielplanet“ zwischen Heinrich-Grüber-Straße und Ohser Ring
 
Wie macht man aus einer ehemaligen Mondlandschaft ein Spielparadies? Eine Antwort darauf haben die Landschaftsplaner des Büros Kirk & Specht für das Wohngebiet zwischen Heinrich-Grübner-, Werner- und Hugo-Diestler-Straße gefunden. Neben viel Grün findet sich als besonderer Clou des Ganzen auf dieser über 10.000 Quadratmeter großen Fläche ein sogenannter „Spielplanet“.
 
Der besondere Reiz für die Planer lag vor allem in der Größe des Areals – übrigens der größten zusammenhängenden Fläche der Wohnungsbaugesellschaft. Was draus geworden ist, wird vor allem Kinder und Jugendliche begeistern.
 
Die gesamte Fläche wurde grob in drei Aktionsbereiche gegliedert: Den „Spielplaneten“, einen Spiel- und Sportbereich für Jugendliche und eine terrassenförmig angelegten Ruhezone für alle, die dem Trubel des Alltags ein wenig den Rücken kehren wollen.
 
Für die kleinen Kinder gibt es neben den klassischen Spielgeräten einen Mini-Rodelhang für den Winter. Weitere kleine Aktionsflächen sowie eine Spielgrube ergänzen das Ensemble.
 
Das Tollste ist jedoch, daß die gesamte Fläche des „Spielplaneten“ weitgehend aus Kautschuk besteht. Blaue Flecken beim Herumtollen müssen also nicht unbedingt sein.
 
Die Eingangsbereiche präsentieren sich in Form von individuell gestalteten Grünzonen. Dort, wo es sich anbot, sind Mietergärten entstanden, die von ihren Nutzern selbst gestaltet und gepflegt werden.
 
An den vielen Linden, Zierkirschen und Pappeln werden sich zur Blütezeit nicht zuletzt die Spaziergänger erfreuen können. Die angelegten Wege laden geradezu zum Flanieren ein. Für eine gemütliche Pause sorgen dabei die vielen Sitzbänke.
 
Seiten 32-33:
 
Die Visitenkarte von Hellersdorf
Eingang zum Fußgängerbereich Tangermünder Straße
 
Der erste Eindruck ist immer der Entscheidende. Nicht umsonst sagt man, dass der Eingang die Visitenkarte des Hauses ist. Das gilt im übertragenen Sinne natürlich auch für unseren immer schöner und grüner werdenden Bezirk Hellersdorf. Genau an der Kreuzung Landsberger Allee und Stendaler Straße ist deshalb jetzt eine markante Visitenkarte für den ganzen Bezirk entstanden: Das Hellersdorfer Tor.
 
Dieser Blickfang am Eingang zum Fußgängerbereich Tangemünder Straße wird von großen Säulenpappeln gebildet. Die Grünfläche selbst soll für viele Freizeitangebote und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
 
Die Stendaler Straße wird über einen drei Meter breiten Promenadenweg mit der Einkaufspassage verbunden. Der Weg verläuft dabei in leichtem Schwung über die Grünanlage und wird von modernen Lampen gesäumt. Ein etwa vier bis zehn Meter breiter Baum- und Strauchgürtel mit einem leichten Anstieg begrenzt das Areal zur Straße.
 
Unterschiedlich große farbige Steinquader, die von der Straße aus gut sichtbar sind, bilden den Zugang zum Fußgängerbereich.
 
Genau hier befindet sich auch sozusagen das erste Hellersdorfer Freiluftkino. Zwischen den beiden größeren Quadern läßt sich nämlich schnell eine Leinwand aufspannen, auf der an lauen Sommerabenden Filmklassiker oder spannende Thriller zu sehen sein werden. Die Zuschauer können dies vom Balkon oder von ebener Erde aus tun.
 
Wer’s nicht so eilig hat oder ganz einfach mal ausruhen möchte, für den bieten sich gemütliche Sitzreihen an.
 
Insgesamt gesehen ist das Hellersdorfer Tor damit ein repräsentatives Entree für alle Bewohner und Besucher gleichermaßen.
 
Seiten 34-35:
 
Spielen und spazieren am Wasserlauf
Tangermünder Wohnlandschaft
 
Wasser übt auf Menschen – aus welchen Gründen auch immer – stets eine besondere Faszination aus. Vielleicht, weil Wasser zur Ruhe und Entspannung einlädt oder aber zum Spielen reizt. Grund genug, das Wasser in den Mittelpunkt der Gestaltung der Tangermünder Wohnlandschaft zu stellen.
 
Landschaftlich geprägt wird die neue Wohnlandschaft von leicht erhobenen Hügel, die wie Wellen wirken. Dazu Rasenflächen und eine Sand-/Wasserrinne. Über diese rinne spannt sich eine kleine Holzbrücke. Direkt daran grenzen begrünte Aufenthaltsbereiche mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten an.
 
Folgt man der Wasserrinne bis zu ihrem Ende, so kommt man zu einem ganz speziellen Spielplatz für die Kleinen: Einen Wasserspielplatz mit Pumpe und Matschzone. Die Kinder wird’s freuen, dort so richtig herumzutollen. Was Mama nach einen Matschfestival sagen wird, ist noch nicht so ganz bekannt.
 
Begrenzt ist der Spielplatz von einem Steinhügel, einer pflasterböschung und großen Findlingen, die entweder nur zum SItzen aber auch zum Klettern oder Versteckspiel gleichermaßen einladen.
 
Natürlich sind auch Ruhezonen für die Erwachsenen vorhanden. Unter Rundhölzern und Pergolen kann man Entspannung finden. Wer’s unbedingt sprotlich möchte geht zur Tischtennis-Arena in direkter Nähe.
 
Der bisherige Erschließungsweg wurde von der Hausfront abgerückt, um großzügigere Vorgärten anlegen zu können. Hier wurden vor allem heimische Pflanzenarten und niedrige Gehölze und Stauden gepflanzt. Eine spezielle Holzkonstruktion schützt die Pflanzen vor den parkenden Autos. Die neuen Fahrradständer an den Hauseingängen weisen nicht zuletzt daraufhin, daß Auto öfter mal zugunsten des Drahtesels stehen zu lassen.
 
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Ein Eldorado für Kinder
Spielen an der Maxie-Wander-Straße
 
Viele Jugendliche und Kinder wohnen im Bereich an der Maxie-Wander-/John-Heartfield-Straße. Dazu kommen die Kleinen der Kindertagesstätte. Gerade hier mußte also wohl zwangsläufig etwas entstehen, was jede Menge Aktion für Kinder und Jugendliche bot. Damit war dann auch die Idee einer vielgestaltigen Spiellandschaft entstanden.
 
Bei der Gestaltung des über 10.000 Quadratmeter großen Innenhofes haben sich die Landschaftsplaner nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Jede Himmelsrichtung hat ihren eigenen Raum, ihren eigenen Charakter erhalten.
 
Das zeigt sich zum Beispiel gut an der Bepflanzung der einzelnen Bereiche. An der Westseite sind sogenannte Säuleneichen in einem Raster angepflanzt. Im Süden locken freistehende Blütenhecken, die senkrecht zum vorhandenen Zaun angepflanzt sind. Die Nordseite hat durch Bambushecken kleine Nischen als Rückzugsmöglichkeit mit Spielkabinetten für Federball und andere Ballspiele erhalten. Große Bäume sorgen hier zudem für Schatten im Sommer.
 
Viele Flächen sind so gestaltet worden, daß sie Freiräume für Kinder und Jugendliche nahezu jeden Alters bieten. Hier gibt’s Möglichkeiten zum Toben und Skateboardfahren ebenso wie Kletterbaum, Rutsche oder Buddelkasten. Ein Aktionshain beherbergt einen Treffpunkt mit Tischtennisplatte, Schachfeld und anderen Spielelementen. Große Rasenflächen laden ein zum Ballspiel, zum Herumtollen oder einfach nur zum Sonnen. Wer eine gmütliche Ruhebank sucht, wird viele Sitzmöglichkeiten vorfinden.
 
Alle Zonen sind übrigens multifunktional gedacht. Heute als Treffpunkt der Jugendlichen, morgen als Erholungs- und Ruhezone für die Familie und später sogar vielleicht als Platz für die Nachbarschaftsfeier.
 
Ein grüner Verbindungsweg führt vom Hausdurchgang an der Carola-Neher-Straße über den Durchgang Maxie-Wander-Straße zum Haupteingang an der Kindertagesstätte. Der Weg beginnt schmal und wird mit der Bugsptize des Hauses breiter. Kleinere Wege, die mit Sitzmöglichkeiten auch zum Verweilen einladen, schaffen die Zugangsmöglichkeiten zu den Hauseingängen von der Hofseite.
 
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Begegnungspunkte der Kunst
Kunst im Freiraum – Kunst in Hellersdorf
 
Kunst ist ein Teil unseres täglichen Lebens. Kunst regt regt an und regt auf, Kunst inspiriert, Kunst verschönt, Kunst kann dem Betrachter ganz neue Seiten aufzeigen. Überall in Hellersdorf haben namhafte Künstler zur Verschönerung und Bereicherung des Wohnens und Lebens in diesem Bezirk beigetragen. Die drei Groß-Skulpturen an den drei Stadtplätzen setzen dabei besondere Zeichen für Hellersdorf.
 
Ein „Turm“ für die Cecilienstraße
Direkt an der äußersten Grenze von Hellersdorf, an der Grünzone Wuhetal findet man dieses weithin sichtbare Kunstwerk. Einen Turm mit Windrose und Wetterhahn. Ein Wahrzeichen, Wegzeichen oder Wegwächter. Nachts hell erleuchtet. Klar, einfach und einprägsam in der Form. Professor Inge Mahn, Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wollte eine architektonische Plastik, die nicht in Konkurrenz zu anderen Arrchitekturen steht, die die Senkrechte betont und die eben ein Turm, eine Säule oder ein Ausguck ist. Bezogen auf den bäuerlichen Ursprung von Hellersdorf folgt der Dachaufsatz bäuerlicher Tradition. Die Windrose ist ein Kreuz, dessen vier Enden die Himmelsrichtungen anzeigen. Waagerechte und Senkrechte (männlich und weiblich) verbindend ist es ein kosmisches Zeichen. Darüber steht eine vergoldete Kugel, die sowohl Sonne als auch Mond symbolisiert. Ganz oben dann der Hahn; er dreht sich als Wetterhahn und gilt als Sonnenvogel, der gegen Feuer schützt, als Wächter, weil er morgens weckt, sobald es dämmert.
 
Phantasie auf grauen Flächen
Graffiti-Kunst spielt in vielen Hellersdorfer Bereichen eine besondere Rolle. Hier sind nicht die berühmten und bekannten Künstler ans Werk gegangen, sondern Jugendliche aus Hellersdorf selbst.Die bunten Bilder sind Ausdruck des Denkens und Fühlens der heutigen jungen Generation.
 
Hier in Hellersdorf war das Sprühen mit der Farbe auf die grauen Betonflächen sogar ausdrücklich erlaubt. Es gab sogar einen richtigen Kunstwettbewerb um die Flächen im Bereich der Zossener- und der Kyritzer Straße.
 
Auch wenn man nicht unbedingt etwas mit dieser Ausdrucksform der jungen Leute im Sinn hat; fest steht, daß hier Graffiti in richtige Bahnen gelenkt wurde. Graffit kann eben mehr sein als nur Schmierereien und Sprüche an der Wand. Und vielleicht, ja vielleicht wird man ja noch über die Grenzen von Hellersdorf hinaus von diesen Kunstwerken sprechen.
 
„Windspiel“ an der Gülzower Straße
Professor Rolf Lieberknecht, Professor an der weithin bekannten Folkwang-Schule der Universität Essen, ist durch seine bildhauerischen Arbeiten weltweit bekannt. Er schuf die windkinetische Skulptur an der Gülzower Straße. Die vom Wind animierte Skulptur entfaltet ihre dreidimensionale Wirkung durch ihre raumgreifenden Bewegungen ihre kinetischen Elemente. So entsteht im Wechselspiel von Balance und Schwerkraft eine zeichenhaft lyrische Choreografie von schwingenden und kreisenden Rhythmen, unvorhersehbar und miteinander korrespondierend, ein unaufhörliches tänzerisches Ausweichen vor der Einwirkung des Windes.
 
Über einem leicht geneigten statischen Basiselement trägt ein exzentrisch rotierendes Mittelteil einen frei um eine Schrägachse pendelnden Flügel. Die insgesamt 18 Meter hohe Skulptur aus nichtrostendem Stahl ist auf einem 4 Meter hohen Sockel plaziert. Der Durchmesser des Bewegungsraumes beträgt circa 10,4 Meter. Als urbanes Stadtzeichen ist das „Windspiel“ weithin sichtbar und setzt ebenso wie alle anderen Kunstwerke ein besonderes Zeichen in Hellersdorf.
 
„Der Zeichner“ an der Riesaer / Ecke Geithainer Straße
Frank Dornseifs Großskulptur „Der Zeichner“ an der Riesaer Straße markiert einen der Ortseingänge von Hellersdorf. Die Größe der Figur verleiht ihr Präsenz im Verhältnis zu den blockhaften Gebäuden. Gleichzeitig aber erlaubt die auf ihr Gerüst reduzierte Figur auch Durchblicke auf das, was hinter ihr liegt und was sich um sie herum befindet.
 
Die Figur des „Zeichners“ (8 Meter hoch, 8 Meter tief und 18 Meter lang) steht auf einer Stahlplatte in der Form ihres eigenen Schattenbildes, das im Gegensatz zu der Skeletthaftigkeit der Figur deren fleischliche, vollkörperliche Projektion darstellt. Diese Konfrontation einer zeichenhaften, auf ihr Gerüst reduzierten und trotzdem vollplastischen Figur mit ihrem zweidimensionalen Schatten, ist ein Thema, das der Künstler Frank Dornseif immer wieder aufgreift und neu bearbeitet. Es beinhaltet die Konfrontation von Innenwelt und Außenwelt oder das Wechselspiel zwischen realem und möglichem Sein. Ein Kunstwerk also, daß zum Nachdenken zwingt, an dem man sich aber auch einfach nur so durch seine Form und Ausdruckskraft erfreuen kann.
 
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Ein grüner Fleck auf der Landkarte
Hellersdorf: Eine neue Wohn- und Lebensqualität
 
Das ist Hellersdorf, wie es grünt und lebt. Auf der Karte findet man, wo sich was im Laufe der letzten Jahre verändert hat. Aus unschönen Flächen und Ecken sind grüne Oasen geworden. Für Spiel und Spaß, für Ruhe und Besinnlichkeit, für den kleinen Spaziergang oder die Fahrradtour. Wohnen und Leben im Grünen: Genau das ist Hellersdorf.
 
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Quartiere in den Farben der Natur
Hellersdorf hat viele grüne Seiten
 
Grüne Fassaden, Mietergärten, große Rasenflächen, Spiel- und Ruhezonen und jede Menge neu gepflanzter Bäume: Der Wandel in Hellersdorf ist nicht zu übersehen. Ein grünes Band durchzieht den gesamten Bezirk. Wer erinnert sich da noch gerne an das Hellersdorf der Vergangenheit. Die Zukunft in Hellersdorf ist grün.
 
Eine der ersten Wohnumfeldmaßnahmen in Hellersdorf überhaupt, war die Anpflanzung von Bäumen. Seit 1990 bis heute sind tausende von Bäumen gepflanzt worden. Anfangs wurden zunächst diejenigen Bäume ersetzt, die aufgrund der besonderen Bodenproblematiken, aber auch durch mindere Pflanzenqualität oder sorglose Pflanztechniken keine Chance hatten, sich fortzuentwickeln oder bereits schon eingegangen waren. So wurden denn im Winter 90/91 die ersten 750 neuen Bäume in Hellersdorf gepflanzt. Der Grundgedanke dafür war, nach und nach Hellersdorf einen Gartenstadtcharakter zu geben, innerhalb dessen sich die Menschen wohlfühlen.
 
Wer aufmerksam durch Hellersdorf wandert, wird sich dabei über die Vielfalt der verschiedenen Baumarten wundern. Man findet Linden, Eschen, Platanen, Spitzahorn, Roßkastanien, Pappeln, Robinien, Eichen oder Baumhaseln. An bestimmten Standorten sind Obstbäume gepflanzt. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang die vielen Sträucher und anderen Gehölze, die das grüne Bild ergänzen.
 
Natürlich haben die Bäume auch eine Art Gliederungsfunktion. Durch gezielte ortstypische Anpflanzung von bestimmten Baumarten an den Straßen oder in bestimmten Bezirken, werden Straßen- und Stadträume definiert.
 
Kaum zu glauben, daß bis Juni 1995 rund 8.000 Bäume eine neue Heimat in Hellersdorf gefunden haben. Manche Bäume entfalten ihre volle Pracht erst in ein paar Jahren, müssen noch wachsen und sich weiterentwickeln. Ähnlich, wie Hellersdorf selbst.
 
Die Natur verschönert auch viele Hausfassaden. Kletter- und Schlingpflanzen ranken an den Wänden hoch und machen aus grauem Beton oder Putz eine grüne Fläche. Ganz nebenbei schützen sie die Fassaden vor Wind und Wetter.
 
Was liegt näher, als im grünen Hellersdorf auch Mietergärten anzulegen. Ein kleines Stück Natur in eigener Verantwortung für die Bewohner. Ein Stückchen grüner Lebensraum, den sich jeder selbst individuell gestalten kann. Mit Blumen, Sträuchern und Bäumen, mit einer Bank zum Ausruhen oder einem kleinen Nutzgarten.
 
Das alles aber soll erst der Anfang sein in der Quartiersentwicklung von Hellersdorf. In einem Wettbewerb wurden zum Beispiel Stadtplaner und internationale Architektenteams beauftragt, Ideen und entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten für die städtebauliche Fortentwicklung vorzulegen. Als Musterquartier diente dabei das nordwestlichste Quartier – gelegen zwischen der Zossener Straße und der Landsberger Chaussee.
 
Aus einer vorher gefertigen Bestandsaufnahme haben die Städteplaner zunächst sogenannte Handlungsspielräume abgeleitet. Da gibt es als Ideen und Anregungen für die Fortentwicklung und Verbesserung des Quartiers zum Beispiel Vorschläge wie Aufstockungsmöglichkeiten bei fünfgeschossigen Gebäuden, Neugestaltung von Hofflächen, Umbau vom Straßenräumen, punktuelle Neubauten oder Neugestaltung von Giebeln und Fassaden und vieles mehr.
 
Die Konzepte der Planer und Architekten sind eine Grundlage für die Entwicklung eines bloßen Wohnquartiers hin zu einem wirklich lebendigen, kulturvollen und unverwechselbaren Lebensraum für die Bewohner in diesem Bereich.
 
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Mein Freund der Baum
Die engagierte Arbeit der „Bauminspektoren“ zeigt Früchte
 
Es grünt so grün, wenn Hellersdorfer Bäume blühn. Doch damit man sich auch an dieser Pracht Jahr für Jahr erfreuen kann, bedarf es ständig der Pflege und Hege aller in Hellersdorf gepflanzten Bäume. Natürlich wird diese Aufgabe regelmäßig durch Profis durchgeführt. Die WoGeHe hat dafür Gartenbaufachbetriebe beauftragt. Dennoch ist das Engagement der Anwohner gefragt, wenn es um den Schutz „ihrer“ Bäume geht. Und so entstand sehr schnell der wohl einzigartige „Baumklub“ in Hellersdorf.
 
Text und Redaktion: Helmut Peters