50 Jahre MBI-Beton

Mit Ideen an die Spitze des niederländischen Betonsteinmarktes

Erfolgreicher Start mit deutschem Tochterunternehmen

1995 begeht MBI Beton sein 50jähriges Firmenjubiläum. Die offiziellen Feierlichkeiten finden im September statt. Der niederländische Baustoffhersteller mit Hauptsitz in Veghel bei Eindhoven ist einer der europaweit führenden Produzenten von Fassaden- und Pflastersteinen aus Beton. Im deutschen Markt agiert das Unternehmen mit der MBI Beton mit Sitz in Essen.

Das Unternehmen wurde 1945 von A. J. van der Meijden als Familienbetrieb mit regionalem Absatzgebiet gegründet. Heute ist MBI in den Niederlanden der Marktführer. Darüber hinaus zeugen steigende Exportquoten von bis zu 20 Prozent pro Jahr von einer erfolgreichen Expansion am europäischen Binnenmarkt. Hier stehen Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und Polen im Mittelpunkt.

Als erstes Unternehmen auf Betonsteine spezialisiert

MBI war der erste Baustoffhersteller, der sich in den Niederlanden in der Zeit des Wiederaufbaues nach dem 2. Weltkrieg auf Betonsteine spezialisierte. Vorteil der neuen Materialien: Sie standen den traditionellen Baustoffen qualitativ in nichts nach. Im Gegenteil: Sie erwiesen sich als besonders haltbar, wirtschaftlich und vielseitig. Vor allem aber waren sie aufgrund ihres vergleichsweise geringen Produktionsaufwandes schnell verfügbar. Durch diesen Wettbewerbsvorteil konnte das Familienunternehmen zunächst auf seinem Heimatmarkt schnell expandieren.

Neue Impulse durch Zusammenschluß mit Bredero Beton

Neue Impulse für die Entwicklung des Unternehmens gingen 1992 vom Zusammenschluss mit Bredero Beton aus. Von da an war MBI mit den sogenannten Bredero B2 Blöcken am Bau in aller Munde. Und das nicht nur in Holland: Systematisch dehnte das Unternehmen nun die Geschäftsaktivitäten auf Europa aus. Heute werden MBI Steine zum Beispiel auch in Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, in der Schweiz und in Polen eingesetzt. Tendenz steigend! Ende 1994 wurde die MBI Beton A.J. van der Meijden GmbH & Co.KG zur MBI Beton GmbH umfirmiert – ein weiterer Schritt vom regionalen Familienbetrieb zu einem der größten Hersteller von Verblend- und Pflastersteinen in Europa.

Große Produktpalette

MBI verfügt über eine große Produktpalette mit breiten Einsatzmöglichkeiten. MBI Fassadensteine beispielsweise werden bei allen Gebäudetypen, vor allem aber im anspruchsvollen Wohnungsbau und bei repräsentativen Großobjekten wie etwa bei Bürogebäuden, Hotels, Centerparks, Sportstadien und Schulen eingesetzt. Ein Beispiel ist der Splittblock – ein Fassadenstein „abseits vom Alltäglichen“. Der Splittblock wird aus hochwertigem Marmor hergestellt und in einem speziellen Verfahren „gebrochen“. Dadurch erhält er eine unregelmäßige Oberfläche, die bei jedem Stein anders aussieht. Das Ergebnis ist ein interessantes Spiel von Form und Licht auf einer Mauer mit reizvoll robuster Anmutung. Erhältlich ist der Splittblock unter anderem in Nordisch-Anthrazit, Nordisch-Weiß, Nordisch-Grau, Nordisch-Creme und Nordisch-Rosa.

Täglich über eine Million Steine

MBI unterhält Produktionsstätten in Veghel, Kampen und Maarssen (alle Niederlande) sowie ein Werk im belgischen Geraardsbergen. Täglich werden über eine Million Steine hergestellt. Verarbeitet werden Zement, Sand, Kies und andere natürliche Mineralien. Aus diesen natürlichen Rohstoffen entsteht unter Zufuhr von Wasser hochwertiger Beton. MBI Steine müssen nach der Ausformung in der Produktionsstraße lediglich trocknen. Ein Brennvorgang ist nicht erforderlich. Das macht die Fertigung umweltschonend und energiesparend. Hinzu kommt, dass MBI auf Kundenwunsch die Betonsteine komplett auf Paletten liefert.

Computergesteuerte Fertigung

Die gesamte Fertigung ist computergesteuert. Kontrollen in allen Abschnitten der Produktion gewährleisten gleichbleibende Qualität. So sorgen Sichtkontrollen an den einzelnen Produktionsstrassen dafür, dass fehlerhafte Steine aussortiert und recycelt werden. Dazu kommen Analysen in den werkseigenen Labors. Hier überprüfen Experten unter anderem die Beschaffenheit der angelieferten Rohstoffe sowie die Maßgenauigkeit, Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit der fertigen Steine. Durch die laufenden Kontrollen im Labor hat MBI als technischer Schrittmacher bei der Herstellung von Verblend- und Pflastersteinen in den letzten Jahren entscheidend zur Verbesserung der Qualität von Betonsteinen beigetragen.

Neu auf dem deutschen Markt: „Geocolor®“

Im Labor finden aber nicht nur Materialprüfungen statt: Hier werden auch neue Produkte entwickelt. Ein Beispiel dafür ist „Geocolor®“ das jetzt auf dem deutschen Markt eingeführt wird. „Geocolor®“ ist eine mineralische Deckschicht für Betonsteine. Das Material wird im letzten Produktionsschritt auf die Steine aufgetragen. Der Vorteil: Jedes Mineral hat seine eigene charakteristische Farbe. Diese Farbe büßt an Kraft nie ein, denn Mineralien reagieren nicht auf Witterungseinflüsse. Statt durch Wind und Wetter im Laufe der Zeit zu verblassen, bleiben die Farben also auch bei starker Belastung unverändert. „Geocolor®“ wird sowohl bei Verblend- als auch bei Pflastersteinen eingesetzt.

Werkseigenes Technocenter

Neben einem eigenen Labor verfügt MBI in Veghel auch über ein spezielles Technocenter. Hier werden Maschinen, Formen, Stempel, Produktionsketten und Kräne für die einzelnen Werke entwickelt, produziert und ausgerüstet. Das ermöglicht es dem Baustoffhersteller, auch auf neue Anforderungen des Marktes schnell zu reagieren und kurze Lieferfristen einzuhalten. Die Herstellung eigener Geräte hat bei MBI übrigens Tradition: Die erste selbstentwickelte Maschine zur Produktion von Betonsteinen wurde schon 1951 in Betrieb genommen.

MBI: Partner am Bau

Jedes Bauvorhaben stellt eigene bauphysikalische Anforderungen. Deshalb beraten MBI Mitarbeiter Architekten und Bauherren bei allen Fragen der Fassadengestaltung mit Betonsteinen. Umfassende Informationen über MBI Produkte vermittelt demnächst auch ein Ausschreibungssystem auf Diskette. Zusätzlich soll Architekten und Planern die Möglichkeit gegeben werden, sich bei einem unabhängigen Ingenieurbüro zum Beispiel über Dehnfugen und Mauerwerkbewehrung zu informieren.

Auf Wunsch Lieferung nach vereinbartem Abrufschema

Bei Verblendsteinen Sondermodelle herzustellen oder Farben nach den individuellen Vorstellungen des Kunden zu entwickeln, ist für MBI kein Problem. Denn Service wird bei den Niederländern und ihrer deutschen Tochter großgeschrieben. So liefert der Hersteller auf Wunsch nach einem vereinbarten Abrufschema. Bausteine können dann auf einmal für das gesamte Projekt oder nur für eine bestimmte Mauerfläche aus einer Tagesproduktion geliefert werden. Auf diese Weise lassen sich Farbnuancen, die bei einem Naturprodukt wie dem Betonstein auftreten können, so weit wie möglich vermeiden.

Einzigartiger Präsentationspark für MBI-Produkte

Im niederländischen Veghel bei Eindhoven in unmittelbarer Nähe der MBI Hauptverwaltung ist 1995 auf einem Gelände von 5.000 Quadratmetern ein wohl einzigartiger Produkt-Präsentations-Park entstanden. Mit seinen zahlreichen Musterfassaden und Pflasterflächen bietet es einen attraktiven Überblick über Produkte und Anwendungsmöglichkeiten von MBI Fassaden- und Pflastersteinen. Architekten und Bauherren können sich hier informieren und auf diese Weise Ideen und Anregungen mitnehmen.

Redaktion: Helmut Peters