150 Jahre Goldschmidt: PR-Anzeige

Innovationen für den Alltag

Wo Goldschmidt drin ist, steht noch lange nicht Goldschmidt drauf

Was bei Goldschmidt in Essen entsteht, findet man praktisch in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. Und dennoch wird man vergeblich nach dem Namen Goldschmidt auf auch nur irgendeinem Produkt suchen. Denn das Unternehmen produziert eigentlich „nur“ Zusatzstoffe, die allerdings vielen bekannten Markenprodukten erst ihre sehr spezielle Eigenschaften verleihen.

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten TEGO-Betaine. Sie ermöglichen die Herstellung besonders milder Shampoos und Duschbäder. Andere Additive werden beispielsweise in hautpflegenden Cremes oder Lotionen als Emulgatoren eingesetzt. Der Weg einer sehr sanften und sehr hautverträglichen Kosmetik ist also untrennbar auch mit Goldschmidt verbunden.

Aus der Hexenküche des Unternehmens kommen auch Zusatzstoffe für die Herstellung von Polyurethanschaum. Diesem vielseitigen Material begegnet man als Polsterung in Möbeln oder als Isoliermaterial im Kühlschrank. Viele Teile im Auto werden ebenfalls aus Polyurethanschaum hergestellt. Beispielsweise Autositze, Lenkräder oder Auspolsterungen. Und wenn Autolacke heute nicht nur schön glänzen, sondern auch vor kleinen Steinschlägen schützen, dann ist dies ebenfalls einem Additiv von Goldschmidt zu verdanken.

In vielen Bereichen sind Goldschmidt-Spezialitäten ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil für die Herstellung von Produkten. In den Labors wird schon heute an neuen Dingen gearbeitet, die das Leben ein bißchen einfacher und besser machen können. Auch übrigens so manches, was unserer Umwelt dient. Beispiel diese Zeitung: Chemische Spezialitäten von Goldschmidt dienen als Entschäumer für Druckfarben auf der Grundlage von umweltfreundlichen wasserbasierenden Systemen.

 

Von Essen aus in die ganze Welt

Vor 150 Jahren begann der erfolgreiche Weg des Unternehmens Goldschmidt

Einen runden Geburtstag feiert die Th. Goldschmidt AG aus Essen in diesem Jahr. Der heute international tätige Konzern besteht seit 150 Jahren. Mit weltweit rund 6.000 Beschäfigten (davon alleine am Sitz der Konzernzentrale in Essen rund 1.600 Mitarbeiter) ist das Unternehmen weltweit führend in den Bereichen Chemie, Schweißtechnik und Metallurgie sowie in vielen Bereichen moderner Umwelttechnologie.

Der erfolgreiche Weg beginnt am 10. Dezember 1847, als Theodor Goldschmidt in Berlin eine Fabrik für Zinnchemikalien gründet. Diese Chemikalien werden in der dortigen Textilindustrie eingesetzt.

1890 verlegen seine beiden Söhne Hans und Karl das Unternehmen nach Essen. Hier finden sie besonders günstige Bedingungen für den Einsatz des von Prof. Hans Goldschmidt entwickelten Verfahrens zur Entzinnung von Weißblechabfällen. Noch heute beschäftigen sich im Essener Werk viele Arbeitsgebiete mit Zinnchemikalien, die beispielsweise zur Oberflächenvergütung von Glas oder Metallen verwendet werden.

1911wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Damit werden auch die internationalen Aktivitäten wesentlich ausgeweitet.

Neue Arbeitsfelder beschreitet das Unternehmen in den 20er Jahren. Mit der Entwicklung von Emulgatoren für Kosmetika und später auch für Nahrungsmittel steigt man in die organische Chemie ein. Mitte der 50er Jahre wird mit der Entwicklung von organisch modifizierten Siliconen begonnen. 1961 werden die ersten Polyurethanschaumstabilisatoren hergestellt. Und 1966 kommt die Produktion von TEGO-Betainen hinzu.

Unter dem Strich liegt die weltweit führende Kompetenz von Goldschmidt insbesondere in der Bearbeitung von Problemstellungen, die im weitesten Sinne mit pysikalisch-chemischen Problemen an Grenzflächen zu tun haben. Im Vordergrund steht dabei die Zielsetzung, ständig neue und bessere Lösungen für die Bedürfnisse der Märkte zu schaffen.

Im Bereich der Umwelttechnologie arbeitet das Unternehmen weltweit in den Bereichen Oberflächentechnik, Kunststofftechnik sowie Verfahrenstechnik. Anwendungsschwerpunkte sind dabei industrieller Korrosionsschutz, Apparatebau bis hin zur Entwicklung von Beiz-, Regenerier- und Aufarbeitungsanlagen.

Auch unternehmerisch ist Goldschmidt ungewöhnlich erfolgreich. Sichtbar wird das in einem Jahresumsatz, der rund 1,4 Milliarden DM umfaßt. Mehr als die Hälfte davon wird im Ausland erzielt. Zum Beispiel auch über Konzerntöchter und Produktionsstätten in den USA, in England, Brasilien, Indonesien, Italien oder aber Indonesien.

Lautlos durch die Landschaft gleiten

Das die Eisenbahn in hoher Geschwindigkeit nahezu lautlos durch die Landschaft gleitet, ist für viele selbstverständlich. Die Basis dafür schuf Prof. Hans Goldschmidt, der Sohn des Firmengründers. Er war nicht nur erfolgreicher Unternehmer, sondern vor allem auch ein genialer Forscher und Entwickler. 1895 gelingt ihm die Herstellung kohlenstofffreier Metalle nach dem aluminothermischen Verfahren.

Damit ist es zum erstenmal möglich, Eisenbahnschienen lückenlos zu verschweißen. Eisenbahnzüge konnten plötzlich ohne das typische Rattern auf den Schienen gleiten. Sicherheit und Komfort im Bahnverkehr werden so erheblich verbessert. Wie innovativ diese Erfindung war, zeigt sich an der Tatsache, daß das sogenannte THERMIT-Verfahren bis heute eine weltweite, unverzichtbare Bedeutung hat.

„Grenzen überwinden“

Die Th. Goldschmidt AG ist nicht zuletzt auch ein Förderer von Kunst und Kultur in Essen. Damit wird die enge Verbindung zwischen der Stadt, seinen Menschen und dem Unternehmen deutlich.

Ein Beispiel dafür ist das von Goldschmidt geförderte Essener Folkwang Museum. Das Museum greift das Motto des 150jährigen Goldschmidt-Firmenjubiläums, „Grenzen überwinden“ in einer ungewöhnlichen Ausstellung auf.

Redaktion: Helmut Peters